Reifendruck sollte regelmäßig kontrolliert werden

Laut ADAC sollte alle zwei Wochen gemessen werden.

Autofahrer in Deutschland prüfen den Reifendruck viel zu selten. In der Regel wird ein Mal im Jahr, etwa vor der Urlaubsfahrt, gemessen, das reicht jedoch bei weitem nicht aus. Zu niedriger Reifendruck erhöht die Belastung für das Material. „Das kann im Extremfall zum Platzer und damit zu schweren Unfällen führen“, warnt ADAC Experte Thomas Schwarz.

Außerdem beeinträchtigt zu wenig Luftdruck die Fahreigenschaften. Fahrtests des ADACs mit korrektem und zu geringem Druck haben gezeigt, dass bereits ein Minus von gerade mal 0,5 bar zu spürbar unsichereren Fahreigenschaften führt. So kann die Spurstabilität in Kurven um rund die Hälfte abnehmen und sich der Bremsweg um mehrere Meter verlängern.

Bei Kurvenfahrten auf nasser Fahrbahn kann das besonders belastete äußere Vorderrad nur noch etwa 80 Prozent der Kräfte eines korrekt mit Luft befüllten Reifens übertragen, bei 1,0 bar sinkt der Wert auf unter 70 Prozent. In der Praxis bedeutet dies, dass das Fahrzeug aus der Kurve driftet. Bei Spurwechselmanövern gerät man früher ins Schleudern, weil die Stabilität fehlt. Auch elektronische Helfer wie das ESP können in diesen Situationen nur bedingt helfen.

Zu wenig Luft geht zudem ins Geld: Der höhere Rollwiderstand sorgt für einen Mehrverbrauch von bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer. Darüber hinaus verschleißt der Reifen spürbar schneller. Deshalb ist eine Überprüfung alle zwei Wochen – etwa bei einem Tankstopp – unerlässlich. Automatische Reifendruck-Überwachungssysteme bieten, wie der ADAC ermittelt hat, eine sehr gute Unterstützung, weshalb die Fahrzeughersteller alle Modellreihen damit ausrüsten sollten.

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