E-Scooter-Fahren unter Alkoholeinfluss ist kein Spaß und hat spürbare Konsequenzen

Viele Menschen fahren einen E-Scooter einfach nur so zum Spaß und sind sich mancher Gefahren, zum Beispiel dem Fahren unter Alkoholeinfluss, nicht bewusst. Fast jedem Führerscheininhaber sind jedoch die Folgen, die eine Fahrt unter Alkoholeinfluss mit dem PKW nach sich zieht, bekannt. Wer zu schnell oder mit zu viel Promille unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld oder einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen. Gefürchtet ist die Medizinisch Psychologische Untersuchung, kurz MPU oder auch Idiotentest genannt. Diese wird bei wiederholten Verkehrsverstößen, zum Beispiel bei Fahrten unter Alkoholeinfluss mit mehr als 1,6 Promille angeordnet.

E-Sooter-Fahren unter Alkoholeinfluss ist kein Kavaliersdelikt und auch kein Spaß, denn diese leichten Elektroroller werden als Kraftfahrzeuge eingestuft und durch den Gesetzgeber entsprechend behandelt. Auch wer seinen elektrischen Tretroller einfach nur zum Spaß fährt, fällt unter die Vorschriften für Kraftfahrzeuge. Und die besagen, dass bei Fahrten unter Alkoholeinfluss wie beim Führen eines PKWs ein Bußgeld beziehungsweise der Entzug der Fahrerlaubnis und/oder eine MPU droht. Welche dieser Maßnahmen angeordnet wird, hängt von der Höhe des Blutalkoholwertes ab. Alkoholfahrten mit dem E-Scooter wirken sich also direkt auf die Erlaubnis, ein Kraftfahrzeug zu führen, aus.

Bußgeld, Entzug der Fahrerlaubnis und MPU

E-Sooter-Fahrer mit mehr als 0,5 Promille begehen eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro und einem Monat Fahrverbot rechnen. Ab einem Promillewert von 1,1 gelten Fahrer als absolut fahruntauglich, ganz gleich, ob sie einen E-Scooter oder einen PKW fahren. Wer das erste Mal in eine Kontrolle gerät und positiv getestet wird, zahlt eine Geldstrafe von dreißig Tagessätzen. Hinsichtlich der Fahrerlaubnis wird meistens eine Sperrzeit von zehn bis zwölf Monaten verhängt. Nach Ablauf dieser Zeit entscheidet die Führerscheinstelle, ob der Verkehrssünder seinen Führerschein zurückbekommt oder nicht. Autofahrer oder E-Sooter-Fahrer, die das erste Mal negativ aufgefallen sind, bekommen ihren Führerschein in den meisten Fällen ohne weitere Schwierigkeiten zurück. Bei einem Blutalkoholwert von mehr als 1,6 Promille wird immer eine MPU angeordnet, die darüber entscheidet, ob der Fahrer auf lange Sicht charakterlich dazu geeignet ist, mit einem Kraftfahrzeug weiterhin am Straßenverkehr teilzunehmen.

Auch jugendliche E-Scooter-Fahrer sind betroffen

Auch Jugendliche müssen aufpassen. Ab 14 Jahren darf jeder Jugendliche zwar einen E-Scooter fahren, Fahrten unter Alkoholeinfluss sind allerdings auch in diesem Fall kein Spaß, sondern gefährlich, und zwar nicht nur für den Fahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer. Wer keine Fahrerlaubnis hat, dem kann sie auch nicht entzogen werden. Für Jugendliche, die jedoch wiederholt negativ auffallen, was das Fahren unter Alkoholeinfluss angeht, besteht die Möglichkeit, Sensibilisierungskurse anzuordnen. Hinterlässt diese Maßnahme keinen bleibenden Eindruck bei den jungen E-Scooter-Fahrern, kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen, die darüber entscheidet, ob die Betroffenen später überhaupt einen Führerschein machen dürfen.

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